Dr. Boris SteuerBerater für Managementsysteme Ι Fachkraft für Arbeitssicherheit
Gefahrstoffe
Am 01. Januar 2005 ist die neue Gefahrstoffverordnung als Umsetzung verschiedener EG-Richtlinien in Kraft getreten. Die Nummerierung der einzelnen Paragraphen hat sich geändert und mit dem Schutzstufensystem ist eine völlig neue Systematik eingeführt worden.
Nach wie vor ist die Gefährdungsbeurteilung das zentrale Instrument, um alle (nicht nur gefahrstoffbedingten) Gefährdungen für Mitarbeiter umfassend zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zur Prävention abzuleiten.
Das Schutzstufenkonzept soll kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, die Gefährdungen durch Gefahrstoffe in einzelne Gruppen einzuteilen und mit Maßnahmenkatalogen zu versehen.
Für den Umgang mit Stoffen ohne Arbeitsplatzgrenzwert gibt es als Ergänzung das "Einfache Maßnahmenkonzept" der BAUA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).
Als Diplom-Chemiker und Fachkraft für Arbeitssicherheit biete ich Ihnen ein umfassendes Gefahrstoffmanagement für ihr Unternehmen an. Das umfasst unter anderem
- Kontrolle von Sicherheitsdatenblättern
- Erstellung von Gefahrstoffverzeichnissen
- Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen
- Festlegung, Durchführung und Kontrolle von Maßnahmen
- Koordinierung/Durchführung von Messungen
- Koordinierung von arbeitsmedizinischer Vorsorge
- Suche nach Ersatzstofflösungen (Substitution)
- Schulung der Gefahrstoffverordnung
Was Sie wissen sollten ...
Gefahrstoffe im Sinne der Gefahrstoffverord- nung sind nicht nur kennzeichnungspflichtige Stoffe mit Gefahrstoffsymbol, sondern je nach Anwendung auch andere Arbeitsstoffe.
Dazu gehören z.B. Schweissgase, flüssiger Stickstoff oder Wasser bei Reinigungkräften.
Die Gefährdung durch Arbeitsstoffe können Sie nur im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung klären.
Gefahrstoffe im Internet
Einfaches Maßnahmenkonzept der BAUA
Gefahrstoffseiten der BAUA
Internetseiten der BG Chemie
Gefahrstoffinformationssystem GESTIS
Sicherheitsdatenblattdatenbank ISI
Gefahrstoffe im Griff
Gefahrstoffinformationen
Wenn Sie Informationen für Gefahrstoffe suchen, dann sollten Sie die folgenden Nummern kennen, damit Sie gezielt suchen können.
1. CAS-Nummer
CAS steht für Chemical Abstracts, in denen jede chemische Verbindung (kein Produkt!) eine Nummer zugeordnet bekommt.
2. ELINCS- bzw. EINECS-Nummer
Die sogenannten EU-Nummern sind den ca. 130.000 in der EU im Verkehr befindlichen chemischen Verbindungen zugeordnet.
Wenn Sie nach Informationen zu bestimmten Produkten (Reinstoffen oder Zubereitungen mit Handelsname) suchen, dann sollten Sie entweder direkt den Hersteller kontaktieren oder in der Gefahrstoffdatenbank der Berufsgenossenschaften GESTIS (siehe Link) nachschauen.